Samstagmittag. Ich arbeite am Computer in meinem Haus am Kanal. Plötzlich
ein dumpfer Aufschlag. Irgendetwas ist gegen das Haus oder gegen das
große Verandafenster geknallt. Ich gehe durch das ganze Haus,
nichts zu entdecken. Unerklärlich. Merkwürdig. Eine halbe
Stunde später gehe ich um das Haus herum, biege um eine Ecke.
Vor mir – drei Meter entfernt – sitzt eine Waldohreule
auf einem Gartenhocker unterhalb des großen Verandafensters.
Wir sehen uns beide ganz ruhig und staunend in die Augen, ich ziehe
mich ganz langsam zurück, und die Eule sucht sich ihren Platz
in der Tanne.
Marianne
Käver