Kaum hatte Jean, nach dem
verlassen seines Autos, die Tür zugeschlagen, da fühlte
er sich unendlich befreit, erlöst vom alltäglichen Kleinkram,
vom städtischen Wust. Und just begann der Ärger erneut,
denn er hatte seinen Hund Jacques im Wagen vergessen. Sein kläffen
drang heraus und es klang fürchterlich, so als ob er zu den Hunden
gehören würde, der nicht nur vom geliebten Herrchen verlassen
wurde, sondern von der ganzen Welt.
Nichts anderes schienen die braunen Kulleraugen seines Hundes Jacques
auszudrücken, dachte er sich und ließ ihn sogleich heraus.
Dieser hopste, sprang mehrmals um sich herum, welch eine Freude, eine
Freude die wir Menschen so wohl nie ausdrücken würden, sagte
sich Jean, überlegte und drehte ebenfalls mehrere Pirouetten.
Die Arme waagerecht gestreckt, wie ein Vogel der in die Lüfte
gehen will und die Augen nach oben gerichtet, um Sekunden später
ein kräftiges A hinaus zu Posaunen. Wie gut dass beide allein
waren, lieber Leser, sonst wäre womöglich jemand auf die
Idee gekommen eine Zwangsjacke herbei zu telefonieren. Denn verrückt
sein gestattet unsere Gesellschaft nur bedingt, nur jenen, die es
wagen die Bretter die die Welt bedeuten zu betreten. Jean genoss es
jedoch mehr sich zwischen den werdenden Brettern, den Bäumen,
auszulassen. Poesie, Zeichen, lagen ihm mehr, es war ihm wichtiger
eigene Welten zu erschaffen, als sich fremden Worten zu unterwerfen.
Die Sonne lag noch versteckt, hinter einem feuchten, schier undurchdringlichen
Nebel, der sein glitzerndes Kleid über die herbstlich ausgeschmückte
Landschaft warf, doch Jean spürte, dass die Sonne mit all ihrer
Kraft hindurch brechen wollte, musste.
Den Herbst entkleiden und ihn in seiner goldenen Nacktheit ein allerletztes
zum glühen bringen. Die Kostbarkeit dieses Augenblicks, wenn
die Sonne es schaffte, die Landschaft in Millionen Farben zu tauchen,
das war Ekstase pur für Jean. Er zog seine Daunenjacke zu, rückte
den Rucksack zurecht und griff an seinen Ausschnitt.
Irgendwie fehlte ihm sein Schal, der selbstgestrickte von Mutter,
dessen flauschige Wärme ihn immer noch an seine so ungetrübte
Kindheit erinnerte.
Er blieb für einen Moment wie angewurzelt stehen, atmete tief
ein und aus und musste unwillkürlich daran denken, dass der Altweibersommer
mit zu dem schönsten gehört was einem der Kreislauf der
Natur schenken kann.
Jean verfolgte mit einem zufriedenen Lächeln die burleske Geschäftigkeit
seines tibetanischen Klosterhundes.
Dann streckte er plötzlich alle seine Glieder, wie auch der Hund,
und quittierte es mit einem entspannenden Stöhnen, während
der Hund schniefte. Ein paar Blätter fielen von oben herab, losgelöst
und erschöpft von einem langen Jahr, begrüßten ihn
und vollführten einen lustigen Tanz, ehe der Tod sie zum erliegen
brachte.
„Komm kleiner, las uns jetzt endlich spazieren gehen.“
Kaum ausgesprochen flitze der Hund los, fast wie ein Tölpel und
sich immer wieder nach Herrchen wendend und markierte jeden Meter
des Weges, mit seiner feuchten Möglichkeit. Jean nutzte die Zeit
und genoss intensiv die vergänglichen Eindrücke eines Herbstmorgens.
Zwei Stunden inmitten von absterbenden Blättern, deren Farbenspiel
schon hunderte von Malern zu Meisterwerken angeregt haben und je länger
er mit den Füßen das Laub aufwühlte, welche sich schnell
zu Wellen türmen, desto mehr glaubte er, dass Blätter ja
vielleicht auch reden können, dass wir sie nur nicht mehr verstehen.
Dass wir im Kampf unserer eigenen Befriedigungen und dem überspannt
aufrechten Gang, es verlernt haben, mit mehr als nur mit unserer Liebe
und unseren Nachbarn zu reden.
„Hallo, du, Wesen, ich filterte deine Luft, vom Frühling
an, spende ich dir die Frische die du brauchst um auch die traurigen
Stunden zu beleben. Hab kein Mitleid mit mir, wir sehen uns ja bald
wieder! Nun lass mich bitte ein sanfter knisternder Teppich werden
der euren mühseligen Schritten Erleichterung verschafft. Einst
werden wir miteinander sein!“
So oder ungefähr, dachte Jean, könnten Blattgedanken sich
ihm preisgeben, tanzende Pantomime. Im Wald, ja überall, sind
Gedanken doch frei, so frei wie der Wind die vielen sterbenden Blätter
durch die Lüfte trägt. Jean schämte sich ihrer nicht,
warum auch, schließlich gibt es genug Leute die mit ihren Pflanzen
in den Wohnungen reden, tatsächlich, und sie gedeihen weit besser
als die die man sich selbst überlässt.
Er sann während des Spaziergangs auch über die sterbenden
Gesichter der alten Menschen, denen er im Laufe seines Lebens begegnet
ist, nach. Deren letzten Weg er mit Würde und Demut begleitet
hatte, bis in den Tod, darüber hinaus, denn in den stillen Kammern
der Erinnerung haben sich viele Seelen bei ihm eingerichtet.
Das wir alle sterben, wie ein Blatt, war ihm klar, doch wir wollen
in den Herzen derer weiterleben, die es gut mit uns gemeint haben.
Jean verliert eine Träne und auch ihrer schämt er sich nicht,
ist sie doch nicht viel größer als die Tropfen des Taus,
der das Geäst der Bäume umklammert hatte.
Der traumhafte, in Hügeln eingebettete, See, kommt langsam näher.
Der Horizont von unzähligen Buchen, Eichen, Wassern, vermischt
sich mit dem aufbrechenden Grau.
Urplötzlich brach sich die Sonne ihren Weg durch den Nebel und
warf ihre langen Strahlen auf den graublauen See, so als ob sie ihn
mit einer Hand voll Diamanten beschenkte, die nicht untergehen, sondern
den Betrachter in ihren Bann.
Dieser Augenblick, diese Geburt von Farben, wie sie sich ihm wieder
zeigen, ist gleichzeitig die Geburt eines so unbeschreiblichen Glücksgefühls,
dass ihm dazu passende Worte in den Sinn kommen. Er zückte einen
Schreiber aus seiner Jacke, einen Block und begann ein paar Zeilen
darauf zu kritzeln.
Es funkelte ohne Ende und sie beschenkte nach einer kurzen Weile den
ganzen See, die letzten Farben des Waldes, mit ihrem Licht und ihrer
letzten aufbäumenden Wärme, so wie sie es im Sinne der von
Gott verfügten Jahreszeiten, zu verrichten hat. Es entstand eine
himmlische Ruhe. Ja selbst das Blau des Himmels ruhte sich nun auf
dem See aus. Keine Wolke weit und breit. Frieden.
Der Hund verrichtet derweil etwas anderes. So unbekümmert und
frei von jeder Scham. Jean erinnerte sein natürliches Bedürfnis
an demenzerkrante Senioren, deren Schamgrenze in den Untiefen des
Unbegreiflichen verloren gegangen sind, nur wir selbst bedecken uns
früh mit Intimität, obwohl wir um alles wissen, nackt geboren
und nackt verenden müssen.
Jean überlegte ob der Gedanke an Gott jetzt angebracht wäre,
denn für viele scheint jener greise Herr, dort oben im Himmel,
nur ein Relikt einer vergangenen Epoche zu sein, ein Held aus einem
der meist gekauften und gelesenen Bücher, nämlich der Bibel.
Er verwirft den Gedanken, beharrt auf seinen tiefen Glauben, denn
er hatte Zeichen erhalten, Zeichen die darauf schließen lassen,
dass es ihn geben muss. Und es ist noch nicht lange her, wo es ihm
Abgrund tief schlecht ging und er an den Kanal fuhr, dieser Geraden,
die ihn wieder in die Gerade führen sollte, war doch sein Leben
aus der Geraden gekommen. Kurvenreich und sich im Kreise drehend,
wollte nichts mehr gelingen. Immer, wenn es gilt über wichtige
Dinge nachzudenken, zieht es ihn an den Kanal, nur hier vermag die
Gerade des Kanals seine ungeraden Gedankenströme wieder in Lot
zu bringen. Doch an jenem Tag passierte weit mehr, denn in der Uferlandschaft
des Kanals lag eine Botschaft versteckt.
Als er im Eilschritt am Kanal entlang wanderte, fiel sein Blick unerwartet
auf ein Stück weggeworfenes Papier. Jean bückte sich, warum
konnte er sich nicht sagen, las was auf dem Fetzen stand, einer Einladung
zu einer Taufe: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine
Hand über mir! (Psalm 139/5)
Hatte er nicht wenige Jahre zuvor eben diesen Spruch nach überstandener
Krankheit von einem Geistlichen erhalten und nun, in höchster
Not, begegnet ihm der Spruch in „Gottes freier Natur“,
unverzagt schaut Jean auf den funkelnden See und strahlt ebenso wie
die Sonne, schaut zum Hund, der mit seinen Hinterbeinen eine Fuhre
Blätter über sein Geschäft kratzt, und weiß,
dass das damals ein Zeichen war. Deshalb könne er frei heraus,
an diesen so hoch beschäftigtem Mann im Himmel glauben, ob es
das Entenpaar, welches ihm am See empfing, ebenfalls kann, wer weiß?
Und der Glaube hat eben auch seine vier Jahreszeiten, genau wie die
Natur, nur von unterschiedlicher länge.
Jeans Glauben verharrte seit Jahren, im Sommer, und er wollte dass
er, wenn er stirbt und sei es ein eiskalter Wintertag, in seinem Herzen
weiterhin der Sommer regiere. Natürlich kann es auch im Sommer
Mal regnen, und das ist auch gut so. Kein Same Glaube kann ohne Wasser
gedeihen, sich entwickeln und es gibt auch Phasen der Trockenheit.
Die beiden spazierten weiter um den See und gingen an sehr verschiedenartigen
Baumformationen vorbei, an absterbendem Gehölz, dem Schilf des
Ufers. Unter ihren Füßen wirbelten die Blätter herum
wie rockende Feenrockspitzen. Und von irgendwo hörte Jean Geräusche
die so gar nichts mit dem Lärm des Alltags zu tun hatten.
Vögel allerlei Arten hüpften von Ast zu Ast, ohne Hast,
nur Mal hier und da ne Rast. Einige Singvögel wollten sich wohl
verabschieden, bevor sie dort hin ziehen wohin es uns alle manchmal
zieht, in den warmen Süden.
Es zwitscherte ordentlich zwischen den Zweigen, der Hund schnüffelte
derweil herum, genoss den Morgen in seiner ganz eigenen Manier.
Sie traten auf Bucheckern. Das knacken und rascheln, samt plätscherndem
Seewasser, das das algenübersäte Ufer küsste, gebärdete
sich hineinklingend zu einem fast unwirklichen Konzert. Eine gar ungewöhnliche
Harmonie und immer wieder Inspiration für Komponisten.
Grübelnd darüber, dass also auch eine Disharmonie zum Leben
gehört, glitt sein Blick über unzählige Wurzelstraßen,
die den Weg auf wundersame Weise miteinander vernetzten, gerade wie
die Nerven unseren Körper durchziehen und jede Zelle in höchste
Erregung versetzen können.
Ob die Bäume merken dass wir auf ihre „Wurzeladern“
treten? Nicht weit vom Weg entdeckte er, vom Moos umgeben, einige
Steinpilze. Sie würzen den Geruch des Waldes im Oktober auf eine
besondere Weise, ein Geruch der überwältigend ist und dem
man sich nur schwer entziehen kann.
Überhaupt erkennt man die Natur, seine Lieblingsorte, bereits
am Geruch und das ist hier am See nicht anders, wie am Kanal, obgleich
beide das gleiche Element beherbergen, hat ihr Geruch doch nur wenig
Gemeinsames.
Während der Kanal in ihm die Ferne herauf beschwört, weil
diese Wasserstraße, ihn selbst nach Tahiti bringen könnte,
ist ihm der See Heimat.
Die kleine Kolonie Steinpilze hingegen hat überraschender etwas
mit einer marokkanischen Wohnsiedlung gemein, liegen sie doch, wie
Schwalbennester, am Fuße eines gigantischen Holzberges, der
so steil hin den Himmel ragt, dass man meinen könnte bis auf
die nächst beste Wolke zu klettern. Sein Hund zeigte kein Respekt
vor den Wundern der Natur, er hob sein Bein und spendete der ockerfarbenen
Siedlung einen feuchten Genuss der speziellen Art und der Rinnsal
wuchs zu einem reissenden Fluss heran, der die pilzig originelle Phantasiestadt
in helle Aufregung versetzte. Jean stellte sich vor wie der Mikrokosmos
im Urin ersäuft und er musste unwillkürlich über seine
überschäumenden Gedanklenspiralen lachen. „Jerusalem“,
sagte er, auch so eine Siedlung, eine Stadt und Zankapfel verschiedener
Religionen, die immer wieder Schrecken über die Menschheit bringen.
Er überlegte im Angesicht der fortwährenden Krisen, dass
Jerusalem, so ähnlich wie der Vatikan, ein Kirchenstaat werden
müsse. So kann niemand mehr Anspruch erheben auf Jerusalem. Uns
allen gehört ohnehin nichts auf Erden, den Insekten nicht und
den Menschen allemal nichts. Man wird geboren, man verschwendet und
verendet.Punkt. Das kann weder Einstein, noch Steven Hawking, noch
Teilchenbeschleuniger, was dran ändern, nicht einmal Jacques.
Welch ein Vorteil hat es doch ein Hund zu sein, dachte er weiter,
um wie wenig bös- oder gutartigen Blödsinn würde man
sich Gedanken machen.
Vom Gipfel der goldenen Baumkronen hörte er die Waldglocke schlagen.
Schlägt sie Alarm? Das allein weiß wohl nur der hämmernde
Buntspecht.
Dann schaut er sehr lange in die bizarren Schluchten der Baumrinde,
in denen winzige, spinnenartige Geschöpfe, marschierten, krabbelten
Was auch immer sie vorhaben mögen, es ist ihm egal und so egal
ist den Insekten Jeans und auch Jacques Leben, es sei denn es ist
ein Floh dabei.
Ob es bei denen da genauso hektisch zugeht, überlegte Jean.
Bestimmt nicht. Kein Schilderwald, keine Baustellen die man nicht
durch naturgegebene Funktionen überwinden könnte. Wie gut
hat es doch ein Insekt. Eine Fliege fliegt und läuft an der Decke
entlang, auf Glas, konnte das Goethe?
Beide spazierten weiter, saugten jeden Sonnenstrahl auf, der ihren
verschlungenen Weg durch das blätterverhangene Geäst fand.
Hinter einer Wegbiegung verändert sich Jeans gute Laune schlagartig.
Sein Gesicht zog sich dermaßen zusammen, dass man hätte
glauben können, dass er in eine Zitrone gebissen hat.
Eine eingedrückte Dose, ein Plastikbeutel, der gefüllt war
mit Müll.
„Das ist einfach zum Kotzen“, stieß er so laut hervor,
dass sich Jacques erschrocken umwand und ihn wild ankläffte,
womöglich ein Bellen, dass gewiss nichts anderes zum Inhalt hatte,
als die wütenden Worte seines Herrchens.
„Das ist einfach nur wuff!“
Plötzlich schossen Jean bergeweise böse Szenen durch den
aufgebrachten Schädel, die zig Umweltskandale zeigten, bis hin
zu leckgeschlagenen Atommüllendlagern. Dann fiel sein Blick unverhofft
auf einen, auf dem Rücken liegenden, leuchtend dunkelblauen Mistkäfer.
Dieser versuchte sich verzweifelt zu wenden. Jean drehte ihn um. Vielleicht
gibt es ja einst genmanipulierte Mistkäfer, die so groß
sind, so brillant, dass sie auf Müllhalden den Unrat aller Völker
vertilgen, sagte er sich. Aber sein Hund betrachtete ihn voller Argwohn,
während seiner visuellen Reise, die ihn durch die Tragik menschlicher
Unvernunft führte, und wird wohl gedacht haben: Und wohin mit
dem Mist, den die Käfer danach hinterlassen?
Jean bückte sich zu Jacques hinunter, was dieser ruckzuck zum
Anlass nahm, um seine Vorderläufe auf die Schenkel seines menschlichen
Freundes zu setzten und ihm hechelnd anzuschauen. Ihre beiden Blicke
waren schnell aufeinander gerichtet, näherten sich, bis sich
ihre Nasen berührten. Ihr gegenseitiges Vertrauen ist grenzenlos
und genau das scheint bei vielen zwischenmenschlichen, und auch tierisch
menschlichen Beziehungen, weltweit, verloren gegangen zu sein. Jeans
Wut mischte sich mit der Freude, dass sein See, seine Lauenburger
Landschaft noch weitgehend unberührt davon zu sein scheint, doch
die grauen Boten die allem den Gar ausmachen, dringen unerbittlich
vor. Fast war er froh, dass nicht gar so viele Menschen die Landschaft
aufsuchten, wer weiß wie es sonst hier aussehen würde.
„Ach kleiner“, fing Jean an und seine Augen schweiften
über den See, „ irgendwie befindet sich die Menschheit
in einem andauernden Herbst, marschiert mitten in einen Winter, in
eine tier- und vernunftslose Welt, was denkst du, denkst du überhaupt?“
„Wau, wuff, wau“, kläffte ihm Jacques zu.
„Die Hoffnung siegt“, entgegnete Jean, so als ob Jacques
nichts anderes im Sinn gehabt hätte, ihm just diese drei Worte
zu, zu bellen, und Jean bückte sich nach einem recht flachen
Stein.
„Es ist gut auf Gott zu vertrauen. Sich bloß nicht allein
verlassen auf den Menschen“, und warf den Stein in den See.
Das fröhlich kreisende Wellenspiel durchbrach die Ruhe.
„Vielleicht kommt nach dem leidigen Klimawandel ja der Wandel
im Umgang mit unserer Ressourcen und verschwindet ja auch endlich
die andauernde Verführbarkeit zum Unsinn“, fragte sich
Jean und setzte sich auf eine morsche Bank. Er öffnete ein Buch,
welches er aus seinem Rucksack hervor zauberte und er vertiefte sich
in die Seiten, für Momente die Welt vergessend, bis ihn Jacques
aus seinen Träumen riss. Jacques interessierte sich nicht für
Horst Janssens Buch, Hokusai´s Spaziergang, und solange sich
Jean nicht für Jacques lesen an Baum und Mauer interessierte,
durfte Jean sich nie länger als fünf Minuten in seinen Tagträumen
aufhalten.
Bei Jacques ist es scheinbar immer fünf Minuten vor Zwölf.
Er dachte nicht in Illusionen Ala Circus Roncalli, lebte ganz im Sinn:
Tu mir nix, dann tu ich dir auch nix!