
Behlendorf
heißt Sie herzlich willkommen. Der ein oder andere wird vor
seinem Besuch gegoogelt und überrascht festgestellt haben:
Die meisten Treffer hat ein gewisser Brian Behlendorf, ein Programmierer
und Computerfachmann. Literaturkenner bringen Behlendorf mit dem
Kapitel 1998 aus "Mein Jahrhundert" oder "Die Box"
in Verbindung, Filmkenner mit der "Rättin". Gegoogelte
Zeitungsberichte können zwar diese Titelzeile in den LN entdecken
und Teile der Grafik im „Spiegel“ und auch wenn viele
in Behlendorf einige Details der folgenden Geschichte zu erinnern
meinen: Sie ist erfunden.
Das Treffen in Behlendorf
Greisengemurmel fliegt
um den Kanal
„Ich bin nicht
Frisch“, sprachrauchte seinerzeit der munter-schwarze Schreiber
in einer verqualmten Kneipe in Crummesse, die Worte neben dem Pfeifenmund
zwischen den eigenen zusammen gekniffenen Lippen herauspressend,
nahe des grün gekachelten, wärmenden Kamin sitzend, mit
schwarz-weißen Bildern an den Wänden von langstieligen
Pfeifen und Männern, die schweigen, weil sie rauchen, weil
sie aus Zinnkrügen trinken. Ein bischen dröhnend, die
Stimme.
Die Bilder, alte Photografien, stellen Stecknitzfahrer dar. Sie
saßen zusammen einträchtig auf dem Kneipgestühl
aus braunem Leder und braunem Holz und vielen blanken Messingköpfen,
die das Leder hielten, und alles mit Patina und alles mit manchem
Riss im alten Leder: der Schreiber, der Politiker, der Verleger
und der Reporter und es kam zum Streit, weil der Schreiber es exakt
genau so wollte und exakt genau so machte wie Max Frisch.
Der Reporter klopft an
die Tankuhr, die Nadel zittert ein wenig und verharrt wieder knapp
neben dem Zeichen für ½ full Fuel, halbvoller Sprittank.
Auf die gleiche Weise kontrolliert der Pilot den Höhenmesser
und die weiteren Instrumente.
Unter seiner Miles Messenger liegt ein Nebelband, links und rechts
eingerahmt von grünen Baumwipfeln in hügeliger Landschaft,
sanft wiegende Wipfel, die den Nebel überragen und ihn halten.
An manchen Stellen wachsen keine Bäume, liegen große
Stapel von braunen Holzstämmen, Pappeln, laut amtlichem Beschluss
fremdartig und nun bereit zum Abtransport, schimpft ein zugezogener
Anlieger.
An manchen Stellen ist nichts, das den Nebel hält und der Nebel
wabert in eine Wiese, trifft auf einen Hasen oder eine Ricke mit
Kitz, die vom Nebel unbeeindruckt bleiben und äsen, aber der
Nebel versucht mit dem Nebelband zusammenzuhängen, denn der
Nebel ahnt wohl, dass seine Überlebenschancen geringer werden,
je mehr er sich entfernt.
Es ist Null fünf fünfunddreißig und die ersten Sonnenstrahlen
luschern über einen Berggipfel und kündigen an, dass das
Schauspiel des Nebelbandes in fünfzehn bis zwanzig Minuten
verschwunden ist.
Krummesse, Berkenthin, dann Schorberg 210 ft (feet) sagt die vergilbte
Karte neben ihm, in Klammern sixtyfour meters, Hollenbek und dann
Behlendorf steht daneben und viel viel schneller als gedacht verflüchtigt
sich der Nebel. Hatte ihm nicht schon sein Vater eingeschärft,
Wetter könne sich rascher ändern als vermutet? Galt das
nicht für alles im Leben?
V für victory steht handschriftlich auf der vergilbten löchernen
Karte, die auf dem speckigen, teils rissigen, teils fadenscheinigen
braunen Leder der Sitzbank neben ihm liegt. Oder V für vengeance,
Vergeltung, denn in nicht sehr sorgfältiger Schrift steht "The
Blitz" daneben.
Der Reporter liebt es, alte Dinge im heutigen Alltag einzusetzen.
Zuhause im landschaftlich mit ähnlichen Bäumen, ähnlichem
Grün und ähnlich grün-blauen Teichen jedoch mit Steuervorteilen
versehenen Irland steht ein A-Null-Scanner, von einem seiner letzten
großen Reportagehonorare erstanden. Natürlich hatte er
die alte Karte gescannt und digital aufbewahrt wie auch gegen Datenverlust
gesichert abgespeichert. Er liebt den Duft, den er nicht einscannen
kann, mit ihrem Duft atmet die Karte, lebt die Karte. Nun scheinen
die großen Honorare für Anwaltskosten draufzugehen. 380
Euro die Stunde berechnet ihm sein Hamburger Anwalt, penibel auf
fünf Minuten abgerechnet, wenn er ihn anruft und die neuesten
ihm zugestellten Poststücke ausbreitet und nachfragt, ob er
– geschickterweise ja, sagt der Anwalt - nicht auf eine Äußerung
des Schreibers in einer Talkshow reagiert oder ob er die Behauptung
mit klaren Fakten und den Böswillen des Schreibers decouvrierend
widerlegt – was der Anwalt, weil es presserechtlich betrachtet
in ungeschickter Weise wäre, nicht präferieren würde.
Es wird Linseneintopf geben, schießt es dem Reporter durch
den Kopf. Unter sich sieht er die Behlendorfer Schleuse, erst noch
einige Pappeln, die sich im Wasser spiegeln, auf der linken Seite
des Elbe-Lübeck-Kanals, des Elbe-Trave-Kanals ! , würde
ihn der Schreiber schnarrend korrigieren, weil doch die fanatischen
Fans von Adolf Nazi den Kanal 1936 umtauften, in dem Jahr, in dem
der Maler Adolf und seine Mannen wie besonders gut gemalt wirken
wollten. Linseneintopf mit Hammelrippchen wird es geben, von dem
der Schreiber ja immer wieder erzählt hat, wie immer dann,
wenn ein Familientreffen mit den wundervielen Kindern in Behlendorf
ansteht. Von der Ehefrau, der Guten, oder von ihm selbst, den Vater
von acht Kindern mit drei Frauen, erst bei der dritten seine Ruhe
findend, die Eintopfspeise bei kleiner Flamme aufgesetzt und stundenlang
geköchelt. Dann mit biblischem Spruch, an Jakob und Esau erinnernd,
das Linsengericht mit gerechter Kelle austeilend, als Beruhigung
für die diskutierende, disputierende und manchmal zum Streit
aufbrausende Mannschaft – Tisch und Teller überlagert
von leichtem Majoranduft.
Der Reporter kommt zu dem Schluß: Wenn sie zum Gespräch
in der „Werkstatt“ im Nebengebäude sitzen werden
und der Blick an bunten Buchrücken hängenbleiben wird,
kommen sie nicht weiter, werden sie jedoch im Erker sitzen und der
Blick wird entlang des Kanals in die Ferne wandern können,
dann werden sie vorankommen.
Der Reporter war häufig
mit dem Schreiber durch diese Hügellandschaft gezogen. Zu Fuß.
Mit dem Fahrrad, selten. Mit dem Auto. Stundenlang. Stundenlanges
Schweigen. Stundenlange Unterhaltung. Damals waren sie grundsätzlich
einig, wollten den Politiker ins Amt heben, wie sie auch immer alle
seine Vorgänger und auch die Möchtegerns ins Amt heben
wollten – natürlich die der Partei ihrer aller gemeinsamen
Farbe - , was ihnen, muss man ehrlicherweise sagen, zwar mitunter
misslungen, aber eben so manches Mal gelungen war.
Der Reporter fragt sich, ob unten schon die Beamten vom LKA und
vom BKA streifen. Vorsorge treffen, die Lage peilen, Sicherheit
garantieren, wenn hier nachher irgendwo auf einer der Kanal-Wiesen
der blaue Hubschrauber mit dem Bundespolizei-Adler landet. Sie werden
es diskret machen: Vielleicht eine dunkle Audi-Limousine, sowie
eine ähnliche Karosse zur Verwechslung, vielleicht einen silbernen
„T4-Bulli/VW-Bus“ und dazu irgendein mehr oder wenig
getarntes Fahrzeug der örtlichen Polizei, deren Besatzung sogar
die Feldwege kennt – und je nach aktueller Sicherheitslage
auswählt. Nein, zu früh, beschließt er, sonst würden
jetzt gleich die Funksprüche zur Luftüberwachung laufen.
Über Hamburg, weil Lübeck sicher noch schläft.
Bei frostklarer Nacht
schien am Samstagabend des 28. März 1942 ein voller Mond. Die
Oberflächen der Trave, des Elbe-Lübeck-Kanals und der
Wakenitz rund um die Altstadt der Stadt an der Lübecker Bucht
schienen das helle Mondlicht in den frühen Morgenstunden des
folgenden Palmsonntags wider. Für die englischen Bomber herrschten
gute navigatorische Sichtflugbedingungen beim Anflug auf die Hansestadt.
Um 23:18 Uhr heulten Sirenen und dann fielen aus 234 Vickers Wellington
und Stirling Bomber bis zum Ende des Angriffs gegen 2:58 Uhr etwa
400 Tonnen Bomben, darunter etwa zwei Drittel, konkret 25.000, Brandbomben.
Der Angriff lief in drei Wellen.
Die abgeworfenen Spreng- und Brandbomben öffneten die Ziegeldächer
der backsteingotischen Häuser und die Kupferdächer der
mittelalterlichen Kirchen. Sie legten Dachstühle mit ihrem
trockenen Holz frei, das rasch entzündet war und mehrere Tage
lang brannte.
Auf der Altstadtinsel wurde ein 300 m breiter Streifen als Schneise
vom Lübecker Dom in Richtung Marienkirche gebrannt, brannte
im Thomas/Heinrich-Mann-Gymnasium Katharineum an der Glockengießerstraße
die Aula ab.
Unter der Miles Messenger
setzt sich ein bunter Erpel mit seiner grauen Ente in Bewegung,
verlässt den Ruheplatz im Schilf, strebt zunächst in die
Kanalmitte, hebt dann mit seiner Partnerin mit heftigem Flügelschlag,
aber durch die Propellergeräusche übertöntem Alarmgeschnatter
ab, fliegt durch die inzwischen nurmehr knapp über dem Kanalwasser
ziehenden Nebelfetzen in eine nasse Wiese, vorbei an einem dort
stehenden und futtersuchenden Storch, man will sich ja nicht in
die Quere kommen.
Ein Reiher hebt ab und mit einigen kräftigen Flügelschlägen
ist er weg, sucht weitere Stellen mit Fröschen, Kröten
und anderem Getier in diesem Wasserverbundnetz aus Kanal, Wassergräben
entlang des Kanals und Verbindungskanälen wie vom Behlendorfer
See, von denen einer in dem kleinen Waldstück hinter dem Haus
des Schreibers jene Feuchtigkeit bringt, die Pilze zu ihrem Wachstum
mögen, wie der Schreiber weiß, um zum Beispiel während
der endlos toten Zeit an Bundestagswahltagen zwischen Öffnung
und Schließung der Wahllokale, zwischem letztem Telefonat
mit dem Politiker, nachem der mit Frau vom Fototermin im Wahllokal
zurück gekehrt war und bevor gegen dreiviertel Fünf die
ersten vertraulichen Prognosen zum Ergebnis kommen, um währenddessen
einfach in die Pilze zu gehen.
„Ich bin nicht
Frisch“, das ist doch gar nicht zu glauben. Im Zürcher
Literaturstreit hatte sich Frisch den Schuh der Kritik angezogen
und zurückgeschlagen. Ein Kritiker hatte mit Horaz’ Spruch
„Aut prodesse volunt aut delectare poetae“ („Die
Dichter wollen Nutzen bringen, aber auch ergötzen“) der
modernen Literatur vorgeworfen, sie stelle sich in den Dienst sozialer
oder politischer Ideen, es wimmele in deren Büchern von Psychopathen,
von gemeingefährlichen Existenzen, von Scheußlichkeiten
großen Stils und ausgeklügelten Perfidien. Die Bücher
bewiesen blühende Einbildungskraft in allem, was niederträchtig
ist. Die modernen Literaten seien nichts im Vergleich zu Schiller,
bei dem doch immer ein Grundwille zur Gemeinschaft vorhanden gewesen
sei und sich der Dichter zu sittlichen Grundbegriffen der Gerechtigkeit,
der Wahrheit und des Maßes zu bekennen habe. Frisch hatte
sich diesen Schuh der Kritik angezogen. Und der Schreiber wollte
sich genau so den Schuh eines anderen Kritikers anziehen, der behauptete,
dass der Schreiber kein Fontane sei, kein Fontane, jener spöttische
Weggefährte Bismarcks – so wie dieser 1898 verstorben.
Sie saßen noch einträchtig nebeneinander, beide mit dem
Rücken zum Fenster und den Blick in den Raum der geschichtsträchtigen
Crummesser Gastwirtschaft, Kruggerechtigkeit seit annodazumal, der
Schreiber ganz in der Ecke unter einem Bild des alten Stecknitzfahrerhauses,
das längst abgebrannt war.
Neben dem Schreiber fast genau unter einem Bierhahn aus Messing
mit weißem Porzellangriff, auf ein fassähnliches Holz
wie anderswo eine Jagdtrophäe an die Wand geschraubt der Reporter,
auch mit dem Blick in den Raum und dann an diesem kleinen Vierertisch
gegenüber dem Schreiber, zwar an der Wandseite, aber mit dem
Rücken zur Wirtschaft der Politiker, der aber aus langer Erfahrung
gewahr war, dass am Nachbartisch, in seinem Rücken, seine Personenschützer
vom BKA saßen.
Und neben dem Politiker der Verleger, für den Reporter reihte
sich dessen Gesicht zwischen Schnapsflaschen, die weiter hinten
auf einem Regal standen und teilweise reihte sich das Gesicht des
Verlegers zwischen vier Bilderrahmen hinten links an der Wand über
einer Salatbar, die Porträts jeweils ein Stück verdeckt
und jeweils für den Reporter teilweise den Blick auf die Porträtierten
freigebend.
Von links her war ein farbiges Brustporträt Hindenburgs in
Uniform mit roten Kragenspiegeln aufgehängt, eingerahmt von
halbvollen Whiskeyflaschen und einer Tonflasche Oldesloer Korn,
dann - etwa gleich groß wie das Hindenburgporträt –
ein Schwarzweißgemälde Lenbachs von Bismarck, dieser
in Zivil, in die Ferne blickend, dann ein, zwei bislang nur wenig
angebrochene Obstlerflaschen, dann eine Replik eines farbigen Vollporträts
des alten Fritz in Stiefeln, mit breitem Hut und Ordensstern auf
dem blauen Uniformrock, wie Hindenburg den Betrachter anblickend,
sowie die eckige, grüne Flasche des FüBi, und dann ein
Rahmen mit Spiegel, auf dass sich der Betrachter in diese Gruppe
preussischer Recken einreihen und sich selbst anblickend betrachten
kann – zwischen all den Schnapsflaschen.
Und dann kann es zum Streit, weil der Reporter einwarf, dem Bismarck
habe der Schreiber doch vorgeworfen, er hätte geschummelt,
und dieser selbst, der Schreiber, würde dem Siebzig/Einundsiebzig
keinerlei Bedeutung beimessen.
Der Politiker hatte rasch eingewendet, dass er ja heute auch wie
Achtzehnsiebzig/Einundsiebzig die Einheit der Währung, des
Schienenmaßes der Eisenbahn und der Besteuerung wolle, darauf
fußend wirtschaftlichen Aufschwung und soziale Leistungen
sowie die außenpolitische Friedenssicherung und der Politiker
hatte geredet und geredet, um einen Ausbruch des Schreibers hinauszuschieben,
aber sich dann endlich von Bismarck, dem alten Sozifeind, distanziert;
die Zeiten seien doch wohl anders und bevor Bismarck vierzig Jahre
Frieden schuf, war er Scharfmacher mit drei vorangegangenen Kriegen,
die er mit der Emser Depesche herbeigetrickst hätte. Und mit
seinem Soziylsystem habe er doch vor allen der SPD geschadet.
Der Verleger erläuterte,
dass man es so oder so sehen könne, und als der Reporter nachlegte,
Du, meinte er zu seinem Gegenüber, dem Politiker, hast doch
erst den Krieg im Kosovo befohlen ohne Völkerrechtsmandat und
dann den Irak-Krieg abgelehnt, weil ohne Völkerrechtsmandat,
und ihn dann doch unterstützt, ohne Grundgesetzmandat.
Und Du sagte er zu seinem Nachbarn, dem Schreiber, hast doch auch
nicht immer alles zugleich zugegeben, hast ebenso schummelnd nachgeschoben,
was Dein Leben und Deine Erinnerung betrifft, lass mal gut sein,
wir trinken einen Schnaps.
Da löste sich die Runde auf, jeder reklamierte seine eigene
Position, man zog nicht mehr an einem Strang, und wenn an einem
Strang, dann an anderen Enden. Niemand durfte Geschichte anders
erzählen.
Die Miles Messenger schnurrt
den Kanal in Südrichtung kurz vor einer Brücke über
den Kanal, am linken Ufer ein Hofgebäude aus Backstein mit
Milchvieh, das sich auf einer Koppel Richtung Stalleingang drängelt,
ein sanfter Kurvenschwung im Kanalverlauf, als der Pilot-Reporter
mit den Seitenrudern arbeitet und eine steile Linkskurve einleitet,
entlang eines über einen sanften Berg fast bis zum Kanal reichenden
Wäldchens in Richtung des Luftbrücken-Flughafens Blankensee
zunächst auf den Ort Behlendorf zufliegt, die Feldsteinkirche
mit dem angeflanschten Turm im Blick, und der Motor stottert kurz
und stirbt ab. Benzinpumpe, weiß der Reporter. Er ist hin-
und hergerissen zwischen Attacke beim Linseneintopf und Weiterfliegen,
vielleicht nach Dresden, irgendwohin, zum Beispiel zu den geschwungenen
Kurven des Elbtales. Es ist ihm egal, dass der Motor aus ist, den
langsamen Schwebeflug steuert der Reporter automatisch, hinweg über
ein paar Strohdachhäuser des Örtchens, Wald, einige Bäume
in einem kleinen Moor, scheinbar automatisch zu auf die in der Ferne
gut auszumachenden sieben Türme Lübecks, Richtung Blankensee.
Dabei geht die Kiste runter. Selbstverständlich kommt er hier
nicht mehr weg. Weg und heute Ruhe oder hin zum Treffen nach Behlendorf,
mit den alten, ehemaligen Gefährten, zum schwierigen Aussöhnungsgespräch.
Er zuckt zusammen, denn das Gelände steigt an und das Flugzeug
sinkt. Das Treibenlassen, Schwebenlassen ist vorbei. Ackerboden
vor ihm. Treckerspuren in einem Weizenfeld. Eine Wiese. Etwas zu
hartes Aufsetzen und behutsames Bremsen.
Die Maschine steht. In
einem alten silberfarbenen Golf kommen zwei Mädel, denen er
erleichtert zuwinkt. Sie sehen den glücklichen Ausgang des
Landemanövers und lachen. Der Reporter ist als erster der anreisenden
Gäste eines Streitgespräches eingetroffen, in einer weitläufigen
Feldmark, zugehörig der Gemeinde Behlendorf.
Andreas Henschel